So filmst du dein Tennis für die Videoanalyse

TennisAI-Team bei Pace · Veröffentlicht · 6 Min. Lesezeit

Kurze Antwort

Befestige dein Handy auf einem Stativ oder am Zaun, halte deinen ganzen Körper und den Schläger im Bild und filme bei Grundschlägen und Aufschlag von der Seite, bei Matches von hinter der Grundlinie. Nimm 1080p mit 60 Bildern pro Sekunde auf und filme mit dem Licht im Rücken der Kamera.

Ein gutes Tennisvideo braucht keine teure Ausrüstung. Es braucht ein Handy, das ruhig steht, und einen Blickwinkel, der Füße, Schläger und Ball gleichzeitig zeigt. Die meisten unbrauchbaren Clips scheitern an einem dieser drei Punkte.

Diese Anleitung zeigt, wo die Kamera für jeden Schlag hingehört, welche Einstellungen sich lohnen und wie du eine Trainingseinheit so aufnimmst, dass du wirklich etwas daraus lernst, egal ob du sie selbst auswertest, deinem Trainer schickst oder in eine KI-Analyse-App wie TennisAI hochlädst.

Was du brauchst

  • Ein Handy mit genug freiem Speicher. Video mit 60 Bildern pro Sekunde füllt ihn schneller, als du denkst, also schaffe vorher Platz.
  • Eine Möglichkeit, es ruhig zu halten: ein kleines Stativ oder eine Zaunklemme, die am Maschendrahtzaun der meisten Plätze hält.
  • Ein voller Akku. Aufnehmen verbraucht viel Strom, und das Display lässt sich währenddessen meist dimmen.

Du brauchst kein Zusatzobjektiv, keinen Sensor und keinen Gimbal. Ruhe im Bild ist hier viel wichtiger als Bildqualität, denn ein wackliges Bild macht es schwer zu sehen, wo der Schläger den Ball trifft.

Die besten Kamerawinkel für jeden Schlag

Verschiedene Perspektiven zeigen verschiedene Probleme. Kein einzelner Winkel zeigt alles, also wähle den, der zu dem passt, was du prüfen willst.

PerspektiveWo das Handy stehtWas sie am besten zeigt
Von der SeiteAuf Höhe des Punkts, an dem du den Ball triffst, ein paar Meter hinter der SeitenlinieTreffpunkt, Schlagweg, Gewichtsverlagerung, die Aufschlagbewegung
Hinter der GrundlinieMittig hinter dir, am Zaun so hoch, wie du kommstPosition auf dem Platz, Beinarbeit, Schlaglänge, ganze Ballwechsel
Von der EckeHinter der Grundlinie, nahe der PlatzeckeEin guter Rundumblick auf Schlag und Ballflug zusammen
Von vornAuf der anderen Netzseite, dir zugewandtSchlägervorbereitung und frühe Schulterdrehung

Vorhand und Rückhand

Filme von der Seite, zu der du beim Schlag schaust, ungefähr auf Höhe deines Treffpunkts. Diese eine Perspektive zeigt, ob du den Ball vor dem Körper triffst und ob der Schwung durch den Ball nach oben läuft. Stelle das Handy auf etwa Hüft- bis Brusthöhe, damit die Kamera nicht von unten auf dich schaut.

Aufschlag

Nimm wenn möglich zwei Clips auf. Die Seitenansicht zeigt Ballwurf, Kniebeuge und den Moment des Treffpunkts. Die Ansicht von hinter der Grundlinie zeigt, wohin der Ballwurf abdriftet und in welche Richtung sich dein Körper ins Feld bewegt. Lass im Bild viel Platz über dem Kopf, denn Ballwurf und Schläger werden als Erstes abgeschnitten. Unser Aufschlag-Ratgeber erklärt, worauf du achten solltest, sobald du das Material hast.

Matches und Ballwechsel

Bei Matches filmst du von hinter der Grundlinie und so hoch wie möglich, zum Beispiel mit einer Halterung am oberen Zaunrand. Von weiter oben lassen sich Tiefe und Bewegung leichter einschätzen. Achte darauf, dass beide Grundlinien und die Doppelgassen im Bild bleiben. Wenn du nur eine Kamera hast, ist das die Perspektive, mit der ein ganzes Match auswerten überhaupt möglich wird.

Handy-Einstellungen, die sich lohnen

  • Auflösung und Bildrate: 1080p mit 60 Bildern pro Sekunde ist ein guter Standard. Die Dateien bleiben handlich, und du hast genug Bilder, um den Schwung zu verlangsamen. Auf dem iPhone gehst du zu Einstellungen, dann Kamera, dann Video aufnehmen, oder tippst im Videomodus auf die Werte oben im Kamerabild.
  • Auto-FPS: Ein iPhone kann bei schwachem Licht auf 24 Bilder pro Sekunde zurückschalten, was schnelle Schwünge verwischt. Wenn du in der Halle oder in der Dämmerung filmst, prüfe diese Option im selben Menü „Video aufnehmen“.
  • Zeitlupe: Nützlich, um einen einzelnen Aufschlag oder eine Vorhand genau anzusehen. iPhones nehmen Zeitlupe mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde auf, und höhere Raten erzeugen größere Dateien, also bleib bei kurzen Clips.
  • Ausrichtung: Filme im Querformat. Ein Tennisplatz ist breit, und ein Hochformat schneidet deine Bewegung und den Ball ab.
  • Fokus und Belichtung: Bei den meisten Handys kannst du beides sperren, indem du lange auf den Bildschirm drückst. So fokussiert die Kamera nicht ständig neu, wenn jemand vorbeiläuft.
  • Objektiv: Vermeide digitalen Zoom. Stelle das Handy lieber näher hin.

So richtest du den Bildausschnitt ein

  1. Spiele ein paar Bälle, während ein Freund auf den Bildschirm schaut, oder prüfe vor dem Start einen Testclip.
  2. Achte darauf, dass deine Füße unten im Bild zu sehen sind und über dem ausgestreckten Schläger noch Platz ist.
  3. Lass Platz in die Richtung, in die du dich bewegst. Wenn du von der Seite filmst, wanderst du im Ballwechsel seitlich weg.
  4. Halte den Ball vor und nach dem Treffpunkt wenigstens einen Moment im Bild. Schläge lassen sich schwer beurteilen, wenn der Ball sofort aus dem Bild fliegt.
  5. Fixiere das Handy und lass es in Ruhe. Es während der Einheit anzufassen, ist die Ursache der meisten schiefen oder wackligen Aufnahmen.

Was du in einer Einheit aufnehmen solltest

Lange, unfokussierte Videos sind mühsam auszuwerten. Sinnvoller ist es, einen kurzen Block mit einem Ziel zu filmen als eine ganze Einheit ohne Plan.

  • Ein Schlag nach dem anderen: Ein paar Minuten Vorhand oder Aufschlag liefern dir viele Wiederholungen zum Vergleichen.
  • Jedes Mal dieselbe Perspektive: Mit demselben Winkel in jeder Einheit sind Veränderungen viel leichter zu erkennen.
  • Ein Clip unter Druck: Filme auch Punkte. Technik in einer ruhigen Übung sieht oft anders aus als im Match.

Typische Fehler beim Filmen

FehlerWas schiefgehtLösung
Handy zu nahDeine Füße oder der Schläger verlassen das BildStelle es weiter weg, bis dein ganzer Schwung hineinpasst
Filmen durch einen dunklen ZaunDie Kamera fokussiert auf den Zaun statt auf dichSetze das Objektiv an eine Lücke im Maschendraht
Filmen gegen die SonneDu wirst zur SilhouetteStelle die Kamera so, dass die Sonne hinter ihr steht
Aus der Hand filmenWackelige Aufnahmen verdecken den TreffpunktNimm ein Stativ oder eine Zaunklemme
Winkel jede Einheit wechselnDu kannst Einheiten nicht vergleichenMarkiere die Stelle und nutze sie wieder

So holst du das Meiste aus der KI-Videoanalyse heraus

Eine automatische Analyse hängt davon ab, was die Kamera sehen kann. In TennisAI können die Ergebnisse je nach Videoqualität, Kamerawinkel und Licht schwanken, also helfen dieselben Gewohnheiten, die einem menschlichen Auswerter helfen, auch der KI. Kommt ein Schlag in deinem Clip nicht vor, zeigt die App ihn als „Not in video“ (nicht im Video) an, statt ihn zu bewerten. Nimm also die Schläge auf, zu denen du Feedback willst.

Eine Eckansicht von hinter der Grundlinie in TennisAI, bereit zur Analyse
Eine Eckansicht von hinter der Grundlinie in TennisAI, bereit zur Analyse

Deine Wertungen werden außerdem nützlicher, wenn du sie über die Zeit vergleichst. Lade jede Woche Clips aus einem ähnlichen Winkel hoch, dann zeigt dein Fortschrittsverlauf Veränderungen in deinem Spiel und nicht nur in deiner Kameraposition. Wenn du wissen willst, was die Technik aus einem Video beurteilen kann und was nicht, lies was eine KI-Schwunganalyse dir sagen kann.

Häufige Fragen

Aus welchem Winkel filmt man Tennis am besten?

Von der Seite ist meist die nützlichste Perspektive für die Technik, weil sie Treffpunkt und Schlagweg zeigt. Eine hohe Position hinter der Grundlinie passt für Matches, weil sie Platzposition und Schlaglänge zeigt.

Welche Bildrate nehme ich für Tennisvideos?

Eine Einstellung von 1080p mit 60 Bildern pro Sekunde funktioniert für die meisten Einheiten gut. Zeitlupe eignet sich für kurze Clips eines einzelnen Schlags, etwa eines Aufschlags, erzeugt aber größere Dateien.

Wie filme ich mich beim Tennis ohne Stativ?

Eine Zaunklemme ist die einfachste Lösung, denn die meisten Plätze haben einen Maschendrahtzaun. Du kannst das Handy auch sicher an deine Tasche lehnen, achte aber darauf, dass es nicht umkippen kann und nicht von unten auf dich schaut.

Soll ich im Quer- oder Hochformat filmen?

Im Querformat. Ein breites Bild hält deine Bewegung und den Ball im Ballwechsel im Blick, während ein Hochformat sie abschneidet.

Sieh es in deinem eigenen Spiel

Lade ein Trainings- oder Matchvideo in TennisAI hoch und erhalte Feedback zu Vorhand, Rückhand und Aufschlag.

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So funktioniert TennisAI

Quellen

  1. Apple: Record a video on your iPhone
  2. Apple: Change video recording settings on iPhone
  3. Tennis.com: SwingVision delivers pro-level insights for recreational players (Platzierung der Zaunhalterung)

Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen zum Tennistraining und ersetzt weder einen Trainer noch medizinischen Rat. Hör auf und such dir professionelle Hilfe, wenn etwas wehtut. TennisAI wird von Pace entwickelt, dem Herausgeber dieses Blogs.

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